Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur begreift sich als „Think-Tank“ rund um das Thema Ladeinfrastruktur: Sie erhebt und analysiert Daten, veröffentlicht Auswertungen sowie allgemeine Informationen zum Aufbau und Betrieb öffentlicher Ladestationen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den im Rahmen der Förderprogramme des BMVI geförderten öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Bei diesen werden beispielsweise die Auslastung, Kosten für Aufbau und Betrieb und die Ladetarife für das Ad-hoc-Laden von der Leitstelle genauer untersucht. Die Daten werden im Rahmen der Berichterstattung über die Online-Plattform OBELIS erhoben.

Zahlen und Fakten

Der Bereich „Zahlen und Fakten“ gibt eine Übersicht über den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland auf Grundlage der von der Bundesnetzagentur erfassten Daten. Weiter zeigt der Bereich, wie viele Schnell- und Normalladepunkte gefördert wurden und wie viele davon bereits aufgebaut sind.

OBELIS – Online-Berichterstattung Ladeinfrastruktur

Die Leitstelle erhebt und analysiert umfassende Daten zu im Rahmen der Förderprogramme des BMVI geförderten öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Die Daten umfassen Informationen zur Inbetriebnahme sowie die Stamm- und Betriebsdaten. Sie werden über die Online-Plattform „OBELIS“ (Online-Berichterstattung Ladeinfrastruktur) erfasst. Die Stammdatenabfrage beinhaltet Fragen zum Standort, zur Zugänglichkeit, zu Ausstattung und Betrieb, zum Netzanschluss, zu Kosten und dem Preismodell für das Ad-hoc-Laden. Bei den Betriebsdaten wird jeder einzelne Ladevorgang mit Zeitstempel für Beginn und Ende, sowie der geladenen Energiemenge erfasst.

Berichtspflicht im Rahmen der Förderung
Der Erhalt von Fördergeldern für Ladestationen im Rahmen der Förderprogramme des BMVI für öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur ist an eine Pflicht zur Berichterstattung gebunden. Diese umfasst die Meldung der Inbetriebnahme aller geförderten Ladestationen sowie die Übermittlung von Halbjahresberichten während der sechsjährigen Mindestbetriebsdauer der Ladestationen. Die Daten werden im Rahmen der Begleitforschung Ladeinfrastruktur von der Leitstelle ausgewertet, um Erkenntnisse zum Status quo sowie erkennbaren Entwicklungen in die Bedarfsplanung und zukünftige Gestaltung des Ladeinfrastrukturausbaus einfließen zu lassen.

Die Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme von geförderten Ladestationen muss über ein Inbetriebnahme-Protokoll belegt werden. Eine mögliche Vorlage für das Inbetriebnahme-Protokoll steht auf der Webseite der Bundesnetzagentur zum Download zur Verfügung.

Meldung der Inbetriebnahme

Zur Erfüllung der Berichtspflicht übermitteln die Zuwendungsempfänger ab Inbetriebnahme der geförderten Ladestationen zweimal jährlich Halbjahresberichte, indem Sie eine Datei zu den erfolgten Ladevorgängen hochladen und Ihre Stammdaten, falls notwendig, aktualisieren.

Übermittlung der Halbjahresberichte

Berichtsfristen:

  1. August (für den Berichtszeitraum 01. Januar – 30. Juni)
  2. Februar (für den Berichtszeitraum 01. Juli – 31. Dezember)

Welche Daten innerhalb der Halbjahresberichte abgefragt werden, können Sie in der PDF-Datei Datenabfrage Halbjahresberichte einsehen.

Online-Plattform OBELIS

Die Meldung der Inbetriebnahme und die Übermittlung der Halbjahresberichte erfolgt ausschließlich über die Online-Plattform OBELIS, die Sie über diesen Link erreichen: obelis.now-gmbh.de

Kontakt bei Fragen rund um die Berichterstattung: onlineberichte-ladeinfrastruktur@now-gmbh.de

Studien & Veröffentlichungen

Thesenpapier „Einfach laden – Das Ladeerlebnis als User Journey an öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge jetzt und 2025“

Das Thesenpapier ist die erste Veröffentlichung der Leitstelle. Es ist das Ergebnis einer Workshop-Serie der Leitstelle mit Automobilherstellern und Ladeinfrastruktur-Betreibern im Frühjahr 2020 und dient uns als wichtige Orientierung.

Es beschreibt den Ladeprozess aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer in der Gegenwart und blickt auf die technologischen Trends für die nähere Zukunft

Für die „User Journey“ beim öffentlichen Ladevorgang im Jahr 2025 sind folgende Entwicklungen zu erwarten:

  • Durchführung des Ladevorgangs vom Start bis zur Bezahlung wird vereinfacht, vor allem durch Fortschritte in der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Ladestation. Die Ladezeit wird durch Einkaufsmöglichkeiten oder Unterhaltungsangebote im Umkreis der Ladestation für die Nutzerinnen und Nutzer attraktiver
  • Verbesserungen im Support, vor allem durch die höhere Verbreitung digitaler Fernwartung
  • Zunehmend nahtlose Integration des öffentlichen Ladens in den Alltag oder die Routenplanung der Nutzerinnen und Nutzer
  • Erweiterte Navigationsfunktionen sowie Reservierungsmöglichkeit des Ladeortes

Studie „Ladeinfrastruktur nach 2025-2030: Szenarien für den Markthochlauf“ im Auftrag des BMVI, durchgeführt vom Reiner-Lemoine-Institut unter Führung der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur.

Einige der wichtigsten Ergebnisse:

  • Der Bestand an E-Fahrzeugen kann bis zu den Jahren 2025 bzw. 2030 deutlich stärker ansteigen als heute angenommen – das zeigen vertrauliche Angaben der befragten Automobilhersteller. Bis zu 14,8 Millionen batterieelektrische E-Fahrzeuge und Plug-In-Hybride könnten 2030 in Deutschland zugelassen sein.
  • Der Bedarf an öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur im Jahr 2030 wird mit 440.000 bis 843.000 Ladepunkten beziffert. Die Zahl ist abhängig davon, wie viel private Ladeinfrastruktur verfügbar und wie stark ausgelastet die öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur ist, aber auch vom Ladeverhalten der Nutzenden: Werden künftig verstärkt Lade-Hubs mit Schnelladepunkten genutzt, ist der Bedarf deutlich geringer.
  • Die Berechnungen zeigen darüber hinaus, dass das starre Verhältnis von E-Fahrzeugen zu öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur von 10:1 nicht mehr zeitgemäß ist. Die Studie berechnet ein Verhältnis von E-Fahrzeugen zu öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur von 11:1 im Jahr 2021, das auf 20:1 im Jahr 2030 ansteigt. Grund dafür sind die bessere Verfügbarkeit von privater Ladeinfrastruktur und die steigende Ladeleistung von E-Fahrzeugen. Je nach Raumtyp fällt das Verhältnis für 2030 zudem unterschiedlich aus. So hat das Studienteam für den urbanen Raum ein Verhältnis von 14:1 und für den suburbanen und ländlichen Raum von 23:1 ermittelt.

Weitere Studien werden folgen

Downloads

Ladeinfrastruktur nach
2025/2030: Szenarien für
den Markthochlauf

  • Studie im Auftrag des BMVI (2020)

Thesenpapier: Einfach laden

  • Das Ladeerlebnis als User Journey an öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge jetzt und 2025 (2020)

Glossar