E-Lkw in der Logistik Wie gelingt der Einstieg?
Der Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge ist eine zentrale Herausforderung für die Logistikbranche und ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor. Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen an Infrastruktur, Planung und Betrieb – insbesondere beim Laden von E-Lkw.
Welche Vorteile bieten E-Lkw für die Logistik?
Mautbefreit bis 2031 – deutlicher Kostenvorteil
Elektrische Lkw sind bis Ende Juni 2031 von der Lkw-Maut befreit. Das reduziert die Betriebskosten erheblich, insbesondere im Fernverkehr.
THG-Quote steigt – langfristige wirtschaftliche Vorteile
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) soll bis 2040 deutlich steigen. Emissionsfreie Antriebe gewinnen dadurch weiter an wirtschaftlicher Attraktivität und strategischer Bedeutung.
Laden im Betrieb integrieren – ohne zusätzliche Standzeiten
E-Lkw werden dort geladen, wo sie ohnehin stehen – im Depot, beim Be- und Entladen oder in Pausen. Separate Tankstopps entfallen.
Welche Rolle spielt das Laden am Depot?
Depotladen ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Einsatz von E-Lkw. Geladen wird dort, wo Fahrzeuge ohnehin stehen – auf dem Betriebshof oder im Depot. So lassen sich Ladeprozesse effizient in den Arbeitsalltag integrieren. Der Aufbau von Ladeinfrastruktur bringt neue Anforderungen mit sich – von der Flächenplanung über den Netzanschluss bis hin zu betrieblichen Abläufen.
Zur Unterstützung stehen Ihnen folgende Angebote zur Verfügung:
Kurs "Lkw-Ladeinfrastruktur am Depot" im LadeLernTOOL – alle Grundlagen in rund 70 Minuten
Der Kurs vermittelt die Inhalte des Leitfadens kompakt und praxisnah in drei Modulen:
- Basiswissen LKW-Ladeinfrastruktur
- Planung, Aufbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur
- Wirtschaftlichkeit der E-LKW-Flotte
Ergänzend stehen im LadeLernTOOL weitere Inhalte zu Elektromobilität und Ladeinfrastruktur zur Verfügung. Die Nutzung erfolgt nach einer kostenfreien Registrierung.
Leitfaden "Einfach laden am Depot"
Erschienen: November 2023
Der Leitfaden „Einfach laden am Depot“ zeigt, wie Sie Ihre E-Lkw direkt auf Betriebshöfen effizient laden können. Er erläutert Planung, Umsetzung und Betrieb der Ladeinfrastruktur und gibt praxisnahe Tipps für einen erfolgreichen Einstieg in die emissionsarme Logistik.
Förderaufruf Ladeinfrastruktur für Lkw
Mit dem Förderprogramm unterstützt das Bundesministerium für Verkehr (BMV) den Aufbau von Ladeinfrastruktur für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge.
Gefördert werden neben der Ladeinfrastruktur auch der erforderliche Netzanschluss, Batteriespeicher sowie Lastmanagementsysteme. Die Förderung erfolgt über drei separate Aufrufe mit unterschiedlichen Zielgruppen.
Welche Tools unterstützen bei Planung und Umsetzung?
StandortTOOL - bestehende und geplante Lkw-Ladeinfrastruktur einsehen
Im StandortTOOL erhalten Sie einen Überblick über die bestehende öffentliche Ladeinfrastruktur sowie die geplanten Standorte des Lkw-Schnellladenetzes. So können Sie sich entlang relevanter Verkehrsachsen einen Überblick über potenzielle Ladepunkte verschaffen und diese bei der Vorbereitung Ihrer Routen berücksichtigen.
Zusätzlich können Sie zu den Standorten detaillierte Informationen zu Ladeleistungen, zur Eignung für Fahrzeuglängen und den jeweiligen Umsetzungsstatus einsehen.
FlächenTOOL - Ladeinfrastruktur auf dem eigenen Betriebsgelände voranbringen
Das Flächentool unterstützt Sie dabei, die Umsetzung von Ladeinfrastruktur auf Ihrem Betriebsgelände zu beschleunigen:
- Machen Sie Ihr Betriebsgelände als konkretes Ladeinfrastrukturvorhaben sichtbar und werden Sie für potenzielle Betreiber von Lkw-Ladeinfrastruktur (Charge Point Operator, CPO) auffindbar
- Durchsuchen Sie die Profile von Investierenden gezielt nach CPOs (Charge Point Operators), die im Bereich Lkw-Ladeinfrastruktur tätig sind
News zu Lkw-Ladeinfrastruktur
Wo finde ich weitere Informationen und Beispiele aus der Praxis?
Diese Praxisbeispiele geben Einblicke in Unternehmen, die ihre Nutzfahrzeugflotten bereits auf emissionsärmere Lösungen umstellen. Sie zeigen konkrete Vorgehensweisen und ermöglichen es, aus Erfahrungen, Erfolgen und Herausforderungen zu lernen sowie Motivation und Entscheidungswege nachzuvollziehen.
Dabei gilt: Die dargestellten Ansätze beziehen sich jeweils auf die spezifische Situation der einzelnen Unternehmen.