Das Lkw-Schnellladenetz für Deutschland

Wir organisieren den Aufbau eines Lkw-Schnellladenetzes entlang der Bundesautobahnen in Deutschland.

An deutschen Autobahnen können E-Lkw künftig flächendeckend Strom laden.

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat, unterstützt durch die Autobahn GmbH des Bundes und die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur, ein Konzept für ein deutschlandweit flächendeckendes Lkw-Schnellladenetz entlang der Bundesautobahnen erstellt, mit dem das BMV zugleich seine Gewährleistungsaufgabe zur Bereitstellung von Infrastruktur nach dem Schnellladegesetz erfüllen soll.

Nach derzeitigem Planungsstand ergibt sich ein Lkw-Schnellladenetz mit 351 Standorten entlang der Bundesautobahnen, davon entfallen 227 auf bewirtschaftete und 124 auf unbewirtschaftete Rastanlagen. Insgesamt wird an diesen Standorten die Errichtung und der Betrieb von rund 1.800 MCS-Ladepunkten und rund 2.400 CCS-Ladepunkten angestrebt.

Die erste Ausschreibung des Lkw-Schnellladenetzes an unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen ist abgeschlossen. Die Aufträge für die Planung, Errichtung und den Betrieb der Schnellladeinfrastruktur an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen sind am 30.06.2026 von der Autobahn GmbH des Bundes vergeben worden.

Strategische Bedeutung für Deutschland und Europa

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur versteht den Ausbau der Ladeinfrastruktur als Schlüssel für die Transformation des Verkehrssektors. Sie vernetzt Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, koordiniert Förderprogramme und analysiert Daten zum Infrastrukturbedarf.

Der Aufbau eines bundesweiten Schnellladenetzes für schwere Nutzfahrzeuge ist Teil einer umfassenden Mobilitäts- und Energiepolitik. Damit entsteht ein integriertes System für klimafreundlichen Schwerlastverkehr, das Deutschland langfristig als Logistikstandort stärkt.

Das Lkw-Schnellladenetz

Mit rund 350 Standorten entlang der Bundesautobahnen entsteht ein bundesweites Schnellladenetz, das den Hochlauf des elektrischen Schwerlastverkehrs entscheidend unterstützt.

 

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Über 350 Hochleistungs-Ladepunkte entlang der Bundesautobahnen

Nach aktuellem Stand sind 351 Standorte entlang der Bundesautobahnen vorgesehen. Dort entstehen Hochleistungs-Ladepunkte speziell für den Bedarf von E-Lkw.

Für 124 unbewirtschaftete Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen stehen die Betreiber der künftigen Lkw-Schnellladestandorte fest.

Im Auftrag des BMV hat die Autobahn GmbH des Bundes Ende Juni 2026 die Aufträge für die Planung, Errichtung und den Betrieb von Lkw-Schnellladeinfrastruktur in fünf Losen erteilt. Jedes Los umfasst rund 25 größere und kleinere Standorte an unbewirtschafteten Rastanlagen. Der Zuschnitt der Lose gewährleistet eine ausgewogene Verteilung der Lkw-Schnellladeinfrastruktur im gesamten Bundesgebiet.

Folgende Unternehmen erhielten den Zuschlag:

  • Los 1 (25 Rastanlagen): eliso Voltix Truck Charging GmbH
  • Los 2 (24 Rastanlagen): autostrom.plus GmbH
  • Los 3 (26 Rastanlagen): Electric Mobility Infrastructure Deutschland GmbH
  • Los 4 (25 Rastanlagen): Bietergemeinschaft STRA-loaded
  • Los 5 (24 Rastanlagen): Bietergemeinschaft E.ON Drive & mblty

An den Standorten entstehen insgesamt 836 Ladepunkte für den Straßengüterverkehr mit:

  • 447 MCS-Ladepunkten und
  • 389 CCS-Ladepunkten

An großen Rastanlagen entstehen leistungsstarke Ladecluster — mit Gastronomie, Services und kurzen Wegen für die Pause.

Der weitere Ausbau und Betrieb von Lkw-Ladeinfrastruktur an einem Großteil der bewirtschafteten Rastanlagen soll im Rahmen wettbewerblicher Vergabeverfahren neu vergeben werden.

Umsetzung und Koordination

Das Bundesministerium für Verkehr entwickelt gemeinsam mit der Autobahn GmbH und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur das Lkw-Schnellladenetz. Die Leitstelle ist für die strategische Steuerung, Standortanalyse und Begleitung der Ausschreibungen zuständig.

Die erste Ausschreibung für die Planung, den Bau und den Betrieb von Ladeinfrastruktur an 124 unbewirtschafteten Rastanlagen ist Ende Juni 2026 abgeschlossen worden. Weitere Vergabeverfahren folgen schrittweise, um ein flächendeckendes Netz zu schaffen

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur nutzt datenbasierte Werkzeuge und Standortanalysen, um den Bedarf, die Auslastung und regionale Unterschiede zu bewerten. Dabei werden u.a. das Verkehrsaufkommen, Logistikkorridore sowie die Anforderungen von Speditionen und Infrastrukturbetreibern berücksichtigt.

Ein kontinuierliches Monitoring ermöglicht eine transparente Verfolgung des Ausbaus und eine präzise Planung des weiteren Bedarfs sowie eine bedarfsgerechte Anpassung des Ausbaus.

Bedeutung für Logistik und Wirtschaft

Für Speditionen und Industrie schafft das Lkw-Schnellladenetz Planungssicherheit beim Umstieg auf E-Lkw. Es reduziert Reichweitenängste und ermöglicht neue, klimafreundliche Logistikkonzepte.

Gleichzeitig stärkt der Ausbau die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Förderprogramme und Pilotprojekte begleiten die Markteinführung neuer Technologien, um klimaneutrale Mobilität schnell in die Praxis zu bringen.

Weitere Informationen zum Ausbau