Das Lkw-Schnellladenetz für Deutschland

Wir organisieren den Aufbau eines Lkw-Schnellladenetzes entlang der Bundesautobahnen in Deutschland.

An deutschen Autobahnen können E-Lkw künftig flächendeckend Strom laden.

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat, unterstützt durch die Autobahn GmbH des Bundes und die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur, ein Konzept für ein deutschlandweit flächendeckendes Lkw-Schnellladenetz entlang der Bundesautobahnen erstellt, mit dem das BMV zugleich seine Gewährleistungsaufgabe zur Bereitstellung von Infrastruktur nach dem Schnellladegesetz erfüllen soll.

Nach derzeitigem Planungsstand ergibt sich ein Lkw-Schnellladenetz mit rund 350 Standorten entlang der Bundesautobahnen, davon entfallen ca. 220 auf bewirtschaftete und ca. 130 auf unbewirtschaftete Rastanlagen. Insgesamt wird an diesen Standorten die Errichtung und der Betrieb von rund 1.800 MCS-Ladepunkten und rund 2.400 CCS-Ladepunkten angestrebt.

Die erste Ausschreibung des Lkw-Schnellladenetzes an unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Bundesautobahnen wurde am 16.09.2024 veröffentlicht. Gegenstand der Ausschreibung ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb der Schnellladeinfrastruktur für batteriebetriebene Lkw auf zunächst rund 130 unbewirtschafteten Rastanlagen.

Strategische Bedeutung für Deutschland und Europa

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur versteht den Ausbau der Ladeinfrastruktur als Schlüssel für die Transformation des Verkehrssektors. Sie vernetzt Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, koordiniert Förderprogramme und analysiert Daten zum Infrastrukturbedarf.

Der Aufbau eines bundesweiten Schnellladenetzes für schwere Nutzfahrzeuge ist Teil einer umfassenden Mobilitäts- und Energiepolitik. Damit entsteht ein integriertes System für klimafreundlichen Schwerlastverkehr, das Deutschland langfristig als Logistikstandort stärkt.

Das Lkw-Schnellladenetz

Mit rund 350 Standorten entlang der Bundesautobahnen entsteht ein bundesweites Schnellladenetz, das den Hochlauf des elektrischen Schwerlastverkehrs entscheidend unterstützt.

 

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350 Hochleistungs-Ladepunkte entlang der Bundesautobahnen

Nach aktuellem Stand sind rund 350 Standorte entlang der Bundesautobahnen vorgesehen. Dort entstehen Hochleistungs-Ladepunkte speziell für den Bedarf von E-Lkw.

220 Standorte auf bewirtschafteten Rastanlagen

An großen Rastanlagen entstehen leistungsstarke Ladecluster — mit Gastronomie, Services und kurzen Wegen für die Pause.

130 Standorte auf unbewirtschafteten Rastanlagen

Auch an kleineren Rastplätzen wird geladen: kompakte Standorte mitten im Grünen für die schnelle Zwischenpause.

1.800 Ladepunkte mit Megawatt Charging System (MCS)

Megawatt Charging System ermöglicht ultraschnelles Laden für den Fernverkehr — ausgelegt für die nächste Generation von E-Lkw.

2.400 CCS-Ladepunkte

Bewährte CCS-Technologie sorgt flächendeckend für zuverlässige Ladepunkte entlang der wichtigsten Autobahnen.

Aufzeichnung

Informationsveranstaltung zur Ausschreibung des Lkw-Schnellladenetzes

Stand: 16. Juli 2024

Umsetzung und Koordination

Das Bundesministerium für Verkehr entwickelt gemeinsam mit der Autobahn GmbH und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur das Lkw-Schnellladenetz. Die Leitstelle ist für die strategische Steuerung, Standortanalyse und Begleitung der Ausschreibungen zuständig.

Die erste Ausschreibung die im September 2024 startete, umfasst die Planung, den Bau und den Betrieb von Ladeinfrastruktur auf rund 130 unbewirtschafteten Rastanlagen. Weitere Vergabeverfahren folgen schrittweise, um ein flächendeckendes Netz zu schaffen.

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur nutzt datenbasierte Werkzeuge und Standortanalysen, um den Bedarf, die Auslastung und regionale Unterschiede zu bewerten. Dabei werden u.a. das Verkehrsaufkommen, Logistikkorridore sowie die Anforderungen von Speditionen und Infrastrukturbetreibern berücksichtigt.

Ein kontinuierliches Monitoring ermöglicht eine transparente Verfolgung des Ausbaus und eine präzise Planung des weiteren Bedarfs sowie eine bedarfsgerechte Anpassung des Ausbaus.

Bedeutung für Logistik und Wirtschaft

Für Speditionen und Industrie schafft das Lkw-Schnellladenetz Planungssicherheit beim Umstieg auf E-Lkw. Es reduziert Reichweitenängste und ermöglicht neue, klimafreundliche Logistikkonzepte.

Gleichzeitig stärkt der Ausbau die Innovationskraft der deutschen Wirtschaft. Förderprogramme und Pilotprojekte begleiten die Markteinführung neuer Technologien, um klimaneutrale Mobilität schnell in die Praxis zu bringen.

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