Das Deutschlandnetz bringt Elektromobilität voran

Schnellladestationen für Elektromobilität

Mit dem Deutschlandnetz schafft der Bund ein flächendeckendes, bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Schnellladenetz für Elektromobilität in ganz Deutschland.

Die etwa 1.000 Standorte mit rund 9.000 Schnellladepunkten schließen noch verbliebene „weiße Flecken“ auf der Landkarte der Ladeinfrastruktur. Das Deutschlandnetz stellt sicher, dass der nächste Schnellladepunkt überall in Deutschland in nur wenigen Minuten zu erreichen ist.

Was ist das Deutschlandnetz?

Das Deutschlandnetz ist ein bundesweites Schnellladenetz für Elektroautos. Es wird im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) aufgebaut, um eine flächendeckende, bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur in Deutschland zu schaffen.

Im Schnellladegesetz (SchnellLG) wurde dem BMV die Aufgabe übertragen, diese flächendeckende und bedarfsgerechte Bereitstellung von Schnellladeinfrastruktur zu gewährleisten.

Das Deutschlandnetz ergänzt bestehende Ladeangebote und trägt dazu bei, Elektromobilität im Alltag und auf Langstrecken zuverlässig nutzbar zu machen.

Die Deutschlandnetz-Standorte – hier stehen die ultraschnellen Ladesäulen.

Ladeparks der Zukunft. In Ihrer Nähe und entlang Ihrer Strecken.

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900 Regional-Standorte: Deutschlandweit in wenigen Minuten zur nächsten Schnellladestation

Die ca. 900 Regional-Standorte entstehen in städtischen, vorstädtischen und ländlichen Räumen. Ziel ist es, dass überall in Deutschland in wenigen Minuten eine Schnellladestation erreichbar ist.

Die Standorte verteilen sich auf 23 Regionallose in sechs Regionen Nord-West, Nord-Ost, Mitteldeutschland, Süd-Ost, Süd-West, West).

Vertragsmanager bei der Umsetzung der Regional-Standorte ist die Toll Collect GmbH.

TOLL Collect GmbH

  1. Allego GmbH
  2. BayWa Mobility Solutions GmbH
  3. eliso GmbH powered by VINCI Concessions Deutschland GmbH
  4. E.ON Drive Infrastructure GmbH
  5. Eviny Elektrifisering AS
  6. EWE Go HOCHTIEF Ladepartner GmbH & Co. KG
  7. Fastned Deutschland GmbH & Co. KG
  8. Mer Germany GmbH
  9. Pfalzwerke AG
  10. TotalEnergies Charging Solutions Deutschland GmbH

200 Autobahn-Standorte: Alle 15 bis 30 km eine Schnellladestation entlang der Autobahnen

Entlang der Autobahnen entstehen rund 200 zusätzliche Schnellladestandorte an unbewirtschafteten Rastanlagen.

Das Ziel: Alle 15 bis 30 Kilometer eine Schnellladestation.

Diese Standorte ergänzen bestehende Ladeangebote an Rastanlagen und Autohöfen und ermöglichen komfortables Laden auf langen Fahrten.

Die 200 Standorte sind in sechs bundesweite Lose mit jeweils 32 bis 34 Standorten aufgeteilt. Jeder Standort umfasst 4, 6 oder 8 Schnelladepunkte. Insgesamt werden so rund 1.000 neue HPC-Ladepunkte entstehen. 

Zuständig für die Umsetzung der Autobahn-Standorte im Deutschlandnetz ist die Autobahn GmbH des Bundes:

Autobahn GmbH des Bundes

  1. Bietergemeinschaft Autostrom Plus
  2. E.ON Drive Infrastructure GmbH
  3. Fastned Deutschland GmbH & Co KG
  4. TotalEnergies Charging Solutions Deutschland GmbH

Das Deutschlandnetz wächst

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Die Ausschreibungen zum Deutschlandnetz

Die Ausschreibungen zum Deutschlandnetz stellen eine Grundversorgung mit Schnellladeinfrastruktur in den Regionen und an den Autobahnen sicher.

Mit der Ausschreibung hat der Bund bewusst ein Instrument gewählt, welches die Möglichkeiten des bisher staatlich geförderten privatwirtschaftlichen Ladeinfrastrukturausbaus sinnvoll erweitert und ergänzt. Die Verortung der mehr als 1.000 Standorte basierte auf einer umfassenden verkehrsplanerischen Bedarfsanalyse der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur, die die bereits vorhandene Bestandsinfrastruktur berücksichtigt.

Die Standorte des Deutschlandnetzes werden attraktiv gestaltet. Alle Angebote erfüllen festgelegte Standards im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit und Kundenkomfort.

Die Ausschreibungen stellen sicher, dass:

  • Ladeinfrastruktur gezielt dort entsteht, wo sie benötigt wird

  • hohe Qualitäts- und Komfortstandards eingehalten werden

  • eine hohe Verfügbarkeit der Ladepunkte gewährleistet ist.

Jeder Ladepunkt im Deutschlandnetz muss technisch in der Lage sein eine maximale Ladeleistung von mindestens 300 kW abgeben zu können. Zudem muss jeder Ladepunkt eine Nennladeleistung von mindestens 200 kW bereitstellen können.

Je nach Standort entstehen:

  • mindestens 4 Ladepunkte (S-Standort)

  • bis zu 16 Ladepunkte (XL-Standort)

Das Bundesministerium für Verkehr und die Autobahn GmbH haben in räumlich differenzierten Losen 900 Standorte in ländlichen und städtischen Räumen sowie weitere 200 weitere Standorte an unbewirtschafteten Rastanlagen an Unternehmen für den Aufbau und Betrieb von HPC-Schnellladestationen vergeben. Nach der Vergabe der Regionallose im September 2023 und der Autobahnlose im Februar 2024 entstehen rund 9.000 HPC-Schnellladepunkte an etwa 1.000 Standorten.

Weiterführende Materialien zur Deutschlandnetz-Ausschreibung:

Deutschlandnetz – Regionallose

Konzept der Ausschreibung von 1000-Schnellladestandorten

Deutschlandnetz Visualisierung

Hinweis: Das Ausschreibungsprojekt zum Deutschlandnetz stellt nicht die Gesamtheit aller Ausbauaktivitäten im Bereich der Ladeinfrastruktur oder der Schnellladeinfrastruktur dar, sondern umfasst eine begrenzte und konkret definierte Leistungsvergabe durch den Bund an mehr als 1000 definierten Standorten. Die weiteren privatwirtschaftlichen Aktivitäten zur Errichtung und dem Betrieb von Schnellladeinfrastruktur und deren Förderung durch den Bund bleiben unberührt.

Rolle der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur

Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur koordiniert das Deutschlandnetz und unterstützt den Bund bei:

  • Bedarfsplanung

  • technischen Anforderungen

  • Ausschreibungen

  • Monitoring der Standorte

Damit stellt sie sicher, dass der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur effizient und datenbasiert erfolgt.

Weiterführende Informationen