Neuer Kurs: Bidirektionales Laden im LadeLernTOOL
Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur erweitert ihr LadeLernTOOL um einen neuen Kompaktkurs zum bidirektionalen Laden. Er vermittelt praxisnah Grundlagen, Potenziale und aktuelle Rahmenbedingungen dieser Technologie.
Das kostenfreie E Learning-Angebot richtet sich insbesondere an kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Fachplanende. Darüber hinaus profitieren auch Energieversorger, Stadtwerke, Netzbetreiber und Unternehmen mit Ladeinfrastruktur oder elektrischen Flotten.
Der 30-minütige Kurs vermittelt Wissen von den technischen Grundlagen bis hin zu wirtschaftlichen, rechtlichen und praktischen Fragestellungen. Teilnehmende erfahren, wie Elektrofahrzeuge künftig als flexible Energiespeicher genutzt werden können und welche Rolle sie für ein stabiles und nachhaltiges Energiesystem spielen könnten.
Johannes Pallasch, Leiter und Sprecher der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur: „Bidirektionales Laden bietet großes Potenzial, Elektromobilität für die Nutzerinnen und Nutzer noch attraktiver zu machen. Mit unserem Kurs vermitteln wir das notwendige Grundlagenwissen und zeigen, was heute bereits möglich ist. Gleichzeitig stehen wir noch am Anfang der Entwicklung und müssen besser verstehen, wie Menschen die unterschiedlichen Anwendungsfälle künftig im Alltag nutzen werden.“
In drei aufeinander aufbauenden Themenblöcken behandelt der Kurs zentrale Aspekte des bidirektionalen Ladens: Er erklärt die Unterschiede zwischen gesteuertem Laden und bidirektionalen Anwendungen wie Vehicle-to-Home, Vehicle-to-Building und Vehicle-to-Grid. Zudem werden technische und organisatorische Voraussetzungen beleuchtet – von Fahrzeugen und Wallboxen bis hin zu Kommunikationsstandards und intelligenten Messsystemen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der aktuellen Marktentwicklung, konkreten Anwendungsbeispielen sowie einer realistischen Einordnung von Chancen und bestehenden Herausforderungen. Der Kompaktkurs ist auf rund 30 Minuten angelegt, ergänzt durch etwa fünf Minuten für den Abschlusstest.
Interaktive Elemente wie Hotspots, Flipcards und praxisnahe Übungen unterstützen den Lernprozess und ermöglichen einen direkten Wissenstransfer. Gleichzeitig greift der Kurs verbreitete Mythen rund um das bidirektionale Laden auf und ordnet diese ein. Dazu zählt etwa die Sorge, dass bidirektionales Laden die Fahrzeugbatterie stark belastet oder im Bedarfsfall Reichweite fehlt, wenn Strom ins Netz abgegeben wird. Damit erhalten die Teilnehmenden einen fundierten und objektiven Überblick über den aktuellen Stand der Technik. Nach erfolgreichem Abschluss bekommen die Teilnehmenden ein Zertifikat, das ihre erworbenen Kenntnisse im Bereich des bidirektionalen Ladens bescheinigt.
Das LadeLernTOOL ist nach einem kurzen Registrierungsprozess kostenfrei nutzbar. Gemeinsam mit dem StandortTOOL, dem FlächenTOOL und dem MasterplanTOOL gehört das LadeLernTOOL zu den vier zentralen Werkzeugen der TOOLBox, die Kommunen passgenau und datenbasiert beim Ausbau der Ladeinfrastruktur vor Ort unterstützen. Alle TOOLs werden von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH bereitgestellt.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr koordiniert und steuert die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur seit 2019 unter dem Dach der bundeseigenen NOW GmbH die Aktivitäten zum Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland. Sie unterstützt beim Planen, Umsetzen und Fördern der Ladeinfrastruktur. Um den Bedarf an Ladesäulen besser zu verstehen, erfasst sie relevante Daten. Sie vernetzt alle wichtigen Akteure und gibt ihr Wissen weiter. Die Nutzerinnen und Nutzer hat sie dabei immer im Blick.