Lkw 25. September 2026
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Grenzüberschreitende Lösungen für E-Lkw-Verkehr

Wie kann der Hochlauf des emissionsfreien Straßengüterverkehrs beschleunigt und zugleich wirtschaftlich attraktiv gestaltet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Policy Roundtables „Zero-Emission Freight: Turning Corridor Ambitions into Business Opportunities“ (Politischer Runder Tisch „Emissionsfreier Güterverkehr: Wie aus Korridorzielen Geschäftschancen werden“), moderiert von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur beim New Mobility Congress im polnischen Kattowitz.

Ausgangspunkt des Workshops waren die Clean Transport Corridor Initiative (CTCI) der Europäischen Kommission sowie die Roadmap für den TEN-V Nordsee-Ostsee-Korridor. Im Fokus stand dabei der Abschnitt von den Niederlanden über Deutschland bis nach Polen, eine wichtige Ost-West-Transportachse für die Europäische Union. Auf dieser Grundlage diskutierten die Teilnehmenden, wie europäische Zielsetzungen entlang eines konkreten Streckenabschnitts in die Praxis übersetzt und mit wirtschaftlichen Chancen für Logistik, Fahrzeugindustrie und Ladeinfrastruktur verbunden werden können.

Der Workshop brachte Vertreterinnen und Vertreter aus dem öffentlichen Sektor der drei Länder, Logistik, Fahrzeugindustrie, Ladeinfrastruktur und Experten-Organisationen zusammen. Die gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr (BMV), des niederländischen Ministerie van Infrastructuur en Waterstaat, der Niederländischen Agentur für Unternehmen (RVO) und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur wurde von der Europäischen Kommission begleitet. Ermöglicht wurde die Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung von der Polish Alternative Fuels Association (PSPA).

Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden, welche Lösungen bereits funktionieren, welche Erfahrungen übertragbar sind und welche Hemmnisse einem grenzüberschreitenden Einsatz emissionsfreier Lkw noch entgegenstehen. Ein besonderer Schwerpunkt des interaktiven Formats lag auf dem Blick nach vorn: Welche konkreten Maßnahmen können Verwaltung und Markt innerhalb der kommenden zwölf Monate gemeinsam auf den Weg bringen? Die Teilnehmenden bewerteten mögliche Handlungsfelder und arbeiteten gemeinsam Prioritäten heraus.

Der Runde Tisch unterstrich dabei eine zentrale Botschaft: Entscheidend sind verlässliche Rahmenbedingungen, grenzüberschreitend funktionierende Lösungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand, Logistikunternehmen, Fahrzeugherstellern und Infrastrukturbetreibern.

Gerade vor dem Hintergrund der europäischen Wettbewerbsfähigkeit bietet der Korridorabschnitt die Chance, ambitionierte europäische Ziele in konkrete Umsetzungen zu überführen – und dabei Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit miteinander zu verbinden.

 

Weitere Infos auf: Homepage – Kongres Nowej Mobilności