Hintergrund 1. Oktober 2026
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Bundesminister Steffen Bilger bei der Eröffnung der Ladeinfrastruktur-Konferenz 2026 des BMV (Foto: Franz Josef)

Wie kann Elektromobilität für noch mehr Menschen und Unternehmen attraktiv und alltagstauglich werden? Darüber diskutieren heute rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort sowie mehrere hundert weitere online auf der fünften Ladeinfrastruktur-Konferenz des Bundesministeriums für Verkehr.

Mit inzwischen 3,5 Millionen elektrisch angetriebenen Pkw und mehr als 200.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten verfügt Deutschland über eine starke Basis für den weiteren Markthochlauf. Auf der Ladeinfrastruktur-Konferenz diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Automobilwirtschaft, Energiewirtschaft, Wohnungswirtschaft, Logistik und Wissenschaft darüber, was jetzt notwendig ist, um die Elektromobilität weiter in die Breite zu tragen. Im Mittelpunkt stehen der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur, nutzerfreundliches und intelligentes Laden sowie die Elektrifizierung des schweren Straßengüterverkehrs.

Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr: „Die Elektromobilität ist im Alltag angekommen, denn jeder vierte Neuwagen fährt elektrisch. Und unsere Ladeinfrastruktur wächst jeden Tag weiter: Rund 60 neue öffentliche Ladepunkte kommen inzwischen täglich hinzu. Jetzt geht es darum, den Ausbau gezielt weiterzuentwickeln. Wir werden mehr Preistransparenz und einfaches Bezahlen ermöglichen, die Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge mit einem deutschlandweiten Schnellladenetz voranbringen und mit 500 Millionen Euro auch das Laden in Mehrfamilienhäusern stärken. Gleichzeitig schaffen wir bessere Voraussetzungen für Netzanschlüsse und vereinfachen die Planung von Ladeinfrastruktur. Unser Ziel ist klar: Laden muss einfach, verlässlich und für alle alltagstauglich sein.“

Wie der weitere Hochlauf gelingen kann, beleuchtet die Konferenz in drei großen Themenblöcken. Zu Beginn geht es um die Frage, wie Elektromobilität in der Breite ankommt und welche Voraussetzungen dafür bei Infrastruktur und Nutzerfreundlichkeit notwendig sind. Darüber diskutieren unter anderem Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Diana Stöcker, Oberbürgermeisterin von Weil am Rhein, Alexander Junge, Vorstand der Aral AG sowie Alexander Bloch, Cheftester und Moderator bei VOX auto mobil.

Wie sich Ladeinfrastruktur künftig noch besser in den Alltag und das Energiesystem integrieren lässt, steht anschließend im Fokus. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wohnungswirtschaft und Energiewirtschaft diskutieren, wie intelligentes Laden Kosten senken, das Stromnetz entlasten und neue Potenziale für Nutzerinnen und Nutzer erschließen kann. Verschiedene Technologie-Pitches zeigen zudem innovative Ansätze für Ladeinfrastruktur, unter anderem für Standorte mit Netzengpässen, den Einsatz künstlicher Intelligenz und automatisiertes Megawattladen.

Der dritte und letzte Schwerpunkt richtet den Blick auf den Hochlauf batterieelektrischer Lkw und die Herausforderungen im Logistikalltag. Alexander Vlaskamp, Vorstandsvorsitzender von MAN Truck & Bus SE, eröffnet die Session mit einer Keynote. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Logistik und Energiewirtschaft diskutieren anschließend, wie Ladeinfrastruktur in Depots, Logistikzentren und im öffentlichen Raum weiter vorangebracht werden kann.

Dagmar Fehler, CEO und Sprecherin der NOW GmbH: „Die Ladeinfrastruktur-Konferenz bietet den Raum, um Erfahrungen auszutauschen, neue Lösungsansätze zu diskutieren und die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten. Mit dem erfolgreichen Ausbau der Ladeinfrastruktur rücken heute stärker qualitative Fragen in den Fokus. Nutzerinnen und Nutzer erwarten ein Ladeerlebnis, das einfach, zuverlässig und komfortabel ist.“

Die hybride Veranstaltung wird gemeinsam vom Bundesministerium für Verkehr, der NOW GmbH und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur organisiert. Zum Auftakt spricht Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.

Begleitend zur Konferenz veröffentlicht die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur ein neues Dashboard: das AFIR-ZielMONITORING visualisiert anhand aktueller Karten und Daten den Stand der Umsetzung der europäischen AFIR-Vorgaben in Deutschland. Es zeigt, in welchem Umfang die Ausbauziele entlang der einzelnen Streckenabschnitte des transeuropäischen Verkehrsnetzes für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bereits erreicht sind.

Die Aufzeichnung der Konferenz wird nach der Veranstaltung auf dem YouTube-Kanal der NOW GmbH veröffentlicht.